Datum: 1. Oktober 2022 um 19:10
Einsatzart: Gefahrgut
Einsatzort: Hühnerbergstraße
Fahrzeuge: Mehrzweckfahrzeug 11-1, Einsatzleitwagen Kater 12-1, Einsatzleitwagen Kater 12-3, Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 40-2, Löschgruppenfahrzeug 40-1, Gerätewagen Gefahrgut 52-1, Rüstwagen 61-1, Versorgungsfahrzeug 59-2
Weitere Kräfte: Polizei, Rettungsdienst, Technisches Hilfswerk


Einsatzbericht:

Am Samstagabend klagten während eines Eishockeyspiels in der Memminger Eissporthalle zahlreiche Personen über gesundheitliche Beschwerden. Das Spiel wurde daraufhin unterbrochen, alle Personen aus der Halle evakuiert und die Rettungskräfte alarmiert.

Feuerwehrleute gingen unter Atemschutz in das Eissportstadion vor und stellten bei Messungen eine erhöhte Konzentration von Kohlenstoffmonoxid, einem geruchlosen Atemgift, fest. Die Halle wurde daraufhin mit technischem Gerät intensiv belüftet. Eine genaue Ursache für die Entstehung des Gases konnte am Abend nicht identifiziert werden, die Polizei nahm die Ermittlungen auf. Zahlreiche Patienten musste von den angerückten Katastrophenschutzeinheiten des Rettungs- und Sanitätsdienstes versorgt und abtransportiert werden. Das Technische Hilfswerk wurde zur Unterstützung und zum Ausleuchten der Einsatzstelle hinzugezogen. Um etwa 23:30 Uhr wurden die Maßnahmen der Feuerwehr schließlich beendet.

Pressemitteilung der Polizei: Am Samstag, 01.10.2022, kam es gegen 19:00 Uhr zu einem Großeinsatz in der Memminger Eissporthalle. Bei dem Spiel in der Fraueneishockey-Bundesliga zwischen dem ECDC Memmingen Indians und dem EC Bergkamener Bären klagten mehrere Spielerinnen beider Mannschaften im Laufe des zweiten Drittels über Atemprobleme und Schwindelgefühle. Das Spiel wurde daraufhin abgebrochen und das Stadion geräumt. Durch die Feuerwehr Memmingen konnte im Anschluss Kohlenstoffmonoxid in der Atemluft auf der Eisfläche, sowie auf den Zuschauerrängen nachgewiesen werden. Die Ursache für das freigesetzte Kohlenstoffmonoxid ist bislang noch Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen, jedoch wird von einem Defekt am Verbrennungsmotor an einer der Eismaschinen ausgegangen. Ein Gasleck in der Eishalle konnte durch die Feuerwehr Memmingen ausgeschlossen werden. Es waren mehr als 70 Einsatzkräfte vor Ort. Neben Rettungsdienst und Polizei waren die Feuerwehr Memmingen und das THW Memmingen im Einsatz. Durch das austretende Kohlenstoffmonoxid wurden nach aktuellem Stand 46 Personen verletzt und in naheliegenden Krankenhäusern behandelt. Weitere geschädigte Besucher, welche bislang noch nicht durch die Polizei als verletzt registriert wurden, werden gebeten sich bei der Polizei Memmingen unter der 08331/100-0 zu melden. (PI Memmingen)