Die städtischen Katastrophenschutzeinheiten haben ihre Zusammenarbeit im Rahmen einer groß angelegten Übung der Stadt Memmingen „TeReEx 2026“ erfolgreich auf die Probe gestellt. Rund 130 ehrenamtliche Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk (THW), Bayerischem Roten Kreuz (BRK), Malteser Hilfsdienst, Johanniter-Unfall-Hilfe und Deutscher Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) nahmen am vergangenen Wochenende (24.-26. April) an der Übung im Bundeswehr-Übungsdorf Bonnland am Truppenübungsplatz Hammelburg teil.
Bereits am Freitag errichteten die Einsatzkräfte eine Zeltstadt und starteten am Abend mit einem ersten komplexen Einsatzszenario. Simuliert wurden unter anderem eine Unfallfahrt aufgrund eines medizinischen Notfalls mit zahlreichen Schäden, ein Gebäudeschaden durch einen umgestürzten Baum sowie ein Wohnhausbrand. Nach einer ersten unübersichtlichen Phase lief die strukturierte Abarbeitung an: Die Feuerwehr übernahm Brandbekämpfung, technische Hilfeleistung und Menschenrettung aus den verunfallten Fahrzeugen sowie aus dem Gebäude. Der Rettungsdienst versorgte Verletzte, führte Sichtungen durch und richtete einen Behandlungsplatz ein. Das THW unterstützte mit technischer Bergung, Ausleuchtung der Einsatzstelle, Abstützmaßnahmen und verschaffte sich mithilfe von Drohnentechnik einen Überblick über das Schadensgebiet. Die Wasserrettung konzentrierte sich auf die Rettung von Personen im und am Gewässer.
Am zweiten Übungstag gab es zunächst verschiedene Ausbildungsstationen, darunter Rettungsübungen aus Höhen und Tiefen, Erste-Hilfe-Maßnahmen sowie Trainingseinheiten für den Atemschutzeinsatz und die technische Hilfeleistung. Darauf folgte eine weitere anspruchsvolle Übungsphase mit mehreren gleichzeitigen Schadenslagen. Dazu zählten unter anderem ein abgestürztes Fahrzeug in einer Kiesgrube, ein Garagenbrand mit vermissten Personen sowie eine Explosion in einer Kanalbaustelle mit verschütteten Personen, was umfangreiche Ortungs- und Rettungsmaßnahmen notwendig machte. Weitere Einsatzstellen banden zusätzliche Kräfte: Eine Person musste aus einem Gewässer gerettet werden, während andernorts ein Maschinenunfall sowie ein weiterer Fahrzeugbrand schnelle technische Hilfeleistung und medizinische Versorgung erforderten.
Die umfangreiche Übung war von Sandra Schneider vom Amt für Brand- und Katastrophenschutz und von Stephan Zettler vom Technischen Hilfswerk vorbereitet worden. Die Szenarien stellten bewusst hohe Anforderungen an Koordination und Kommunikation, und boten eine realitätsnahe Übungslage für alle beteiligten Organisationen. Neben der fachlichen Ausbildung standen auch der Austausch und die Vernetzung der ehrenamtlichen Einsatzkräfte im Fokus. Die Großübung zeigte einmal mehr die hohe Einsatzbereitschaft und Leistungsfähigkeit des Memminger Katastrophenschutzes.
Text und Bilder: Pressestelle Stadt Memmingen & David Heidl (THW)
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